Die Jahre der Inflation nach dem Ersten Weltkrieg brachten die Einrichtung an die Grenzen ihrer finanziellen Belastbarkeit.
Im Jahr 1930 wurde nach mehrjähriger Bauphase ein bedeutender Erweiterungsbau in Betrieb genommen. Während des Zweiten Weltkrieges musste das Haus als Marinehospital an die Militärverwaltung verpachtet werden. Nach Kriegsende erfolgte die Wiederinbetriebnahme als ziviles Krankenhaus.
Schon in den schweren ersten Nachkriegsjahren konnte das Borromäus-Hospital wieder seine Rolle als christlich geprägtes Krankenhaus mit hoher medizinischer Kompetenz übernehmen. Bis in die 60er Jahren stand aufgrund der ständig wachsenden Patientenzahlen die räumliche Erweiterung des Hauses im Mittelpunkt der Investitionen. Die medizinische Entwicklung und die gestiegenen Anforderungen der Patienten führten Ende der 80er Jahre zu einer Gesamtsanierung.
In den letzten Jahrzehnten konnte sich das Borromäus-Hospital dem schnellen Wandel von medizinischen Erkenntnissen und den hinzugekommenen Erfordernissen des „Gesundheitsmarktes“ immer wieder anpassen.
Seit 2004 in der Rechtsform der GmbH, reagiert das Borromäus-Hospital schnell und sachgerecht auf die Herausforderungen des Marktes und nimmt sie durch weitere Modernisierung sowohl des Gebäudebestandes als auch der therapeutischen Einrichtungen an. Als akademisches Lehrkrankenhaus mit über 500 Beschäftigten und mit 271 Betten setzt das Borromäus-Hospital heute den Maßstab für die stationäre Patientenversorgung in der
Region Leer.
Oberstes Ziel des Trägers, der katholischen Kirchengemeinde St. Michael, der Klinikleitung sowie aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleibt es, dass sich die Patienten medizinisch und menschlich im Borromäus-Hospital„... bestens aufgehoben“ fühlen.